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Wer sich ein neues Fahrrad kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Das Angebot ist riesig und es gibt zahlreiche Modelle: vom gemütlichen Stadtrad zum Mountainbike für Wald und Wiesen; vom rasanten und sportlichen Rennrad günstig hin zum Sport Trekkingrad; von einem Allrounder zu einem Spezialrad.
Man muss akzeptieren, dass sich im Fahrradhandel ein gewisses Preisniveau
etabliert hat. Hochwertige Jugendfahrräder sind heute kaum noch unter
400 Euro zu haben ist. Das einzusehen fällt nicht leicht, zumal gerade in
Ostdeutschland noch genügend alte Mifa- und Diamantfahrräder unterwegs sind,
und das mit teilweise phänomenalen Laufeigenschaften und scheinbarer
Unverwüstlichkeit. Solche "einfachen" Maschinen werden heute jedoch nicht
mehr angeboten. Man mag das bedauern, doch auch der Fahrradmarkt ist ein
Geschäft und damit Entwicklungen unterworfen.
Kompetenz inklusive
Es ist ein Ammenmärchen, dass jeder Fachhändler seine Kunden wirklich
kompetent bedient. Richtig ist dagegen, dass Sie beim Fachhändler ein
ausgewogenes Angebot finden und in der Regel gut beraten werden. Die
Verkäufer sind halt vom Fach und gerade in diesem Fall oft selbst technisch
sehr versiert. Sicher ist auch, dass die Teile, die die Drahtesel zu teueren
"Hightech-Maschinen" machen, Originalteile sind. Ein weiterer Grund, sein
günstiges Jugendrad beim Fachmann zu kaufen, ist die oftmals
angeschlossene Werkstatt. Das Fahrrad wird dort während der Garantie
kostenlos, später zwar gegen Bares, jedoch immer fachkundig repariert und
gewartet.
Schnell und preiswert
Schnell und wirklich billig kommen Sie zu einem neuen Jugendfahrrad,
wenn Sie es im Bau- oder SB-Markt kaufen. Der Clou: Die Modelle sehen
durchweg schick aus. Auch die Ausstattung stimmt: drei, sieben und mehr
Gänge sind oft inklusive. Doch die Sache hat einen Haken - der niedrige
Preis hat seinen Preis. Denn auch wenn die preiswerten Modelle den sehr viel
teureren Fahrrädern auf den ersten Blick scheinbar bis ins Detail gleichen,
die Technik, das Herz des Rades, ist nicht immer vom feinsten. Es werden
vielfach billige Teile unbekannter Herkunft aus Fernost verwendet, und die
können oft nicht repariert werden, weil schon einfacher Standard nicht
eingehalten wird. Im Klartext: Auch ein Jugend Rad vom Baumarkt kann
problemlos laufen. Hat das Gefährt aber einen Fehler, kann es sein, dass Sie
sich gleich ein neues kaufen müssen. Bei Preisen um die 100 Euro ist das
wiederum zu verschmerzen. Wer aller drei Jahre ein Billigrad kauft, fährt
vermutlich noch immer preiswerter als der, der eine 600-Euro-Maschine
bevorzugt.
Am Ende ist der Fahrradkauf eine Frage des Glaubens, der Nutzung und nicht
zuletzt auch des Geldbeutels. Wer nur einmal die Woche mit dem "Drahtesel"
in den Garten fährt, für den kann das Baumarkt-Gefährt tatsächlich genügen.
Auch für Leute mit einem schmalen Monatsbudget kann das Jugendrad aus
dem SB-Markt ohne weiteres die bessere Wahl sein. Man muss eben nur das
schnelle Aus einkalkulieren.
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