Mountainbikes
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Das Geländerad
Der Begriff Mountainbike ( Abkürzung MTB ) stammt aus dem englischen und heißt wörtlich übersetzt Bergfahrrad, denn dieses Fahrrad eignet sich besonders gut im Gelände und in den Bergen. Mountainbikes haben überwiegend 26" Zoll Laufräder und Reifen sind besonders robust und mit einem rauen bzw. groben Profil ausgestattet. Es gibt verschiedene Lenker die entweder gerade oder nach oben gebogen sind.

Eine Mountainrad hat viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Fahrrädern , insbesondere sehr starke Bremsen, viele Gänge und einen stabilen Rahmen. Es sehr leichte Bikes ab 9 KG die bis zu 25 KG wiegen können. Räder mit 28" Zoll werden auch als  All Terrain Bike (Abkürzug: ATB) bezeichnet, es gibt aber auch die Radgröße 24" er.

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Eine stabile, gut zu bedienende Lenkung, perfekt funktionierende Bremsen und gegebenenfalls ausreichend Beleuchtung gehören zum Standard eines jeden Mountainbikes, das von sich behaupten will, es genüge allen Sicherheitsansprüchen. Für die zusätzliche Beleuchtung und eventuelle Schutzbleche oder Gepäckträger muss man mit ca. 50 - 100 Euro rechnen. Lenker und Vorbau müssen aus dem gleichen Material sein (beispielsweise Aluminium), sonst besteht Bruchgefahr. Bei den Mountainbike Bremsen darf auf keinen Fall gespart werden, Standard sind inzwischen die langarmigen, starken V-Brakes. Empfehlenswert sind außerdem die wartungsarmen Hydraulikbremsen.


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Möchte man mit seinem Mountainbike der Straßenverkehrszulassungsordnung entsprechen, muss das Fahrrad mit einer Dynamo-Lichtanlage mit maximal drei Watt Leistung (2,4 vorne / 0,6 hinten) ausrüsten. Dazu kommen Reflektoren vorne und hinten, seitlich und an den Pedalen. Eine Helmlampe kann zudem eine Ergänzung zum Lenker-Licht sein. Außerdem werden immer häufiger günstige Mountainbikes mit Scheibenbremsen ausgestattet, wodurch witterungsunabhängiges Bremsen ermöglicht wird sowie kein Felgenverschleiß und bei hydraulischen Systemen ein permanenter Bremsdruck mit guter Dosierungsmöglichkeit gegeben ist.

Man unterscheidet die Bikes grundsätzlich zwei verschiedene Typen?
Bei Fullsuspension Mountainbikes (Fullys) sind Vorder- und Hinterrad gefedert. Ein Fully bietet mehr Komfort auf fast allen Strecken und mehr Fahrsicherheit. Vor allem Einsteiger profitieren von dem problemlosen Fahrverhalten und der besseren Traktion bergauf. Das Mountainbike mit ungefedertem Hinterrad nennt man auch Hardtails. Im Gegensatz zum Fully ist die Hardteil-Technik ausgereift und ausgewogen. Das Hardtail wiegt und kostet weniger. Allerdings umfasst der Oberbegriff "Mountainbike" weitere unterschiedliche Bike Typen, wobei hier die Übergänge natürlich zwischen den verschiedenen Typen fließend sind, doch als Orientierungshilfe für Einsteiger sind solche Einteilungen sehr hilfreich.

Dazu zählen: Das Citybike (für die Stadt konzipiert, ein Alltagsrad), das Allroundbike (für Einsteiger in den Mountainbike-Sport gedacht, die noch nicht allzu häufig im Sattel gesessen und ihren Spaß vorwiegend in leichtem Gelände haben), das Funbike (für Fortgeschrittene, die schon seit einiger Zeit biken und sich im Sattel bereits sehr sicher und routiniert fühlen) und das Racebike (das ist ein Sportgerät, das auch die härtesten Touren und Rennen wegsteckt, für Freaks, denen kein Geländeabschnitt zu schwierig ist, und die jede konditionelle und fahrtechnische Herausforderung annehmen).

Mountainbikes unterscheiden sich des weiteren in ihrer technischer Hinsicht ganz erheblich voneinander, wobei sich abhängig vom Verwendungszweck einige Grundtypen unterscheiden lassen:

Das Cross Country Mountainbike ist für den (Renn-)Einsatz auf Straßen und unbefestigten Wegen ausgelegt, weniger aber für den Einsatz in schwerem Gelände. Das Enduro Mountainbike ist geländetauglich, taugt aber ebenso für den Toureneinsatz und ist insgesamt sehr vielfältig einsetzbar, ein echter Allrounder. Das Trialrad ist dafür ausgelegt, in langsamem Tempo anspruchsvolle Hinderniskurse bewältigen zu können, ohne dabei den Fuß abzusetzen. Das Dirtbike wird eingesetzt um über künstliche oder natürliche Hindernisse hinweg, beziehungsweise von diesen herab, zu springen. Das Downhill-Mountainbike ist für schnelle Abfahrten in schwerem Gelände konzipiert. Das Freeride Mountainbike ist wie die Downhill Mountainbikes für den Einsatz in schwerem abschüssigem Gelände konzipiert, wobei der Einsatzzweck allerdings nicht ausschließlich auf Abfahrten ausgerichtet ist und man kann auch Touren fahren, was dem ursprünglichen Sinn des Freeridens nahe kommt. Beim Extrem Freeride Mountainbike stehen hohe (> 10 m) und weite (> 20 m) Sprünge über natürliche Hindernisse, hohe Felsen und Klippen ("Cliffdrops") im Vordergrund. Das Singlespeed Mountainbikes ist ohne Gangschaltung versehen und man ist mit nur einer Übersetzung gezwungen, technisch versierter zu werden und überlegter zu fahren, als er es mit Schaltung müsste. Das bringt erhebliche Glücksmomente und Erfolgserlebnisse mit sich.

Achten sollte man außerdem besonders auf die richtige Rahmengröße, das Gewicht, die Schaltung, die Bremsen und die Lackierung.

Wie sitze ich richtig und gesund auf meinem Mountainbike?
Fehleinstellungen am Mountainbike haben fatale Folgen: Rückenschmerzen, stechende Knie, dicke Oberschenkel, Überlastung von Sehnen und Gelenken und fehlende Geschwindigkeit auf dem Rad. Für die Sitzposition ist es wichtig, dass ausreichend Last auch von Armen und Schultern aufgenommen wird und nicht nur der Sattel belastet wird. Mit einer ausreichenden Verschiebung des Schwerpunktes nach vorne wird erreicht, dass der lange Rückenmuskel nicht den ganzen Oberkörper tragen muss, sondern dass Oberkörper und Kopf von den Armen und der Schultermuskulatur im gleichen Maße abgestützt werden. Bei einer korrekten Sitzposition liegt der Körperschwerpunkt zwischen Sattel und Lenker und die Gewichtskraft wird von der aktiven Haltemuskulatur von Rücken und Schulter gleichberechtigt getragen. Die richtige Form des Sattels ist Grundvoraussetzung dafür, dass möglichst viel tragende Fläche zur Verfügung steht es muss demnach i.d.R. eine Polsterung vorhanden sein, die möglichst großflächig den Druck aufnimmt. Bei richtig eingestellter Sattelhöhe ist das Bein (6-Uhr-Position) gerade aber nicht völlig durchgestreckt. Um beste Kraftübertragung zu gewährleisten, muss man die Sattelposition auch horizontal optimal justieren. Die Lenkerhörnchen bieten nicht nur eine zusätzliche Griffposition, sondern sind auch eine gute Hilfe im Wiegetritt oder auf langen Anstiegen.

Wie pflege ich mein Mountainbike?

Für den gröbsten Dreck sollte man nur Wasser und Spülmittel aber auf keinen Fall Entfetter verwenden. Zum gründlichen Reinigen nimmt man am besten eine Bürste, oder die Grunge Brush von Finish Line, die die Kette von allen Seiten umschließt und somit noch gründlicher arbeitet. Des Weiteren ist zu empfehlen einen Lappen mit Spülmittel zu befeuchten, die Kette anschließend mit diesem Lappen fest zu umschließen und die Kette dann durchzuziehen. Damit sollte auch der letzte, feine Dreck von der Kette sein. Um die Umlenkröllchen zu reinigen hält man am besten einen kleinen Schraubenzieher an die Rollen und dreht die Kurbel rückwärts. Um die Ritzel zu reinigen baut man das Hinterrad aus und fährt mit einem Lappen zwischen den einzelnen Ritzeln hindurch. Auf jedes Gelenk an der Innenseite der Kette gibt man einen Tropfen Öl. Wichtig dabei ist, dass dem Öl ausreichend Zeit gegeben wird, um in die einzelnen Gelenke einzudringen.

Zur Grobreinigung ist außerdem ein Gartenschlauch empfehlenswert. Wenn es aber doch ein Waschgang an der Tankstelle (Dampfstrahler) sein muss, ist es empfehlenswert, einen großen Abstand von Sprühdose zum Bike einzuhalten. Kette, Schaltwerk und Umwerfer müssen allerdings danach unbedingt nachgefettet werden. Das Steuerlager sollte je nach Wetter alle zwei bis acht Wochen gepflegt werden, d.h. es sollte der Vorbau gelöst, Gabel nach unten herausgezogen (einige Zentimeter reichen, siehe Bild) und das Lager kontrolliert werden. Daraufhin sollte der Schmutz mit einem Tuch entfernt und die Lager mit einem guten Lagerfett nachgeschmiert werden. Gleiches gilt für die obere Lagerschale, die sich meist einfach abnehmen lässt. Sichtkontrolle – nachfetten!

Das Minimalprogramm nach jeder Nässetour: Sattelstütze raus, Bike umdrehen. Läuft Wasser aus dem Rahmen, gründlich trocknen lassen und anschließend mit einer ordentlichen Fettpackung versehen. Den Rahmen putzt man am besten mit einem großen Pinsel. Räder vorher ausbauen und hartnäckigen Schmutz einweichen lassen. Bei der Schaltung hilft eine ausgediente Zahnbürste, um auch die letzten Ecken wieder sauber zu bekommen. Nach Waschen und Trocknen freuen sich der Rahmen und alle anderen Metallteile am Bike über eine Schutzschicht aus Sprühwachs. Übrigens: Für einige entscheidenden Teile (Sitzrohr, Federbein, Federgabel, Steuersatz, Umwerfer, Schaltwerk) am Bike gibt es zum Schutz gegen Schmutz und Nässe praktische Überzieher aus Gummi oder Neopren. Wer einen Überzieher bevorzugt, sollte regelmäßig kontrollieren, ob sich eine matschige Schleifpaste unter den Schützern gebildet hat. Diese Schmiere muss sofort weg, sonst droht die Beschädigung der Gleitflächen.

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