Lange hat es nicht gedauert in Peking. Jetzt haben die Olympischen Spiele ihren ersten Dopingfall. Die spanische Radfahrerin Isabel Moreno, ehemalige Europameisterin, wurde der EPO-Einnahme überführt. Die 27-Jährige, die im Straßenrennen und beim Zeitfahren unter den Rennräder Sportler starten sollte, war am 31. Juli im Olympischen Dorf kontrolliert worden. Danach war sie abgereist. Das Ergebnis der Untersuchung wartete sie gar nicht erst ab. Als offizielle Begründung wurden damals „Panikattacken“ genannt.
Schön, dass das Kontrollsystem immerhin mal so weit ist, Panik bei den Spritzensportlern auszulösen. Moreno wird nun wohl von den Spielen ausgeschlossen. Und mit ihr vielleicht bald die gesamte Gilde der Fahrrad Radfahrer, die unbekümmert ihre Tour de Dopage weiterführen. „Der Radsport muss, genau wie andere Sportarten, etwa Gewichtheben, verstehen, dass, wenn das Betrügen weitergeht, ein hohes Risiko besteht, dass es zu einem Ausschluss kommen kann“, sagte John Fahey, der Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada. Der Ausschluss von den Olympischen Spielen ist gemeint. Im Herbst 2009 wird das Internationale Olympische Komitee IOC über mögliche Ausschlüsse entscheiden und die Sportarten für Olympia 2016 benennen.