Trialräder
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Für den extremen Radsport: Wer die sportliche Hausforderung sucht ist mit Trialbiken gut bedient. Hier ist gefragt, unüberwindbare Hindernisse zu meistern, ohne einen Fuß auf den Boden zusetzen. Die englische Übersetzung von "Trial" bedeutet im deutschen "Prüfung".

Es gibt zwei Trial-Disziplinen: Beim Natur-Trial geht's darum, abgegrenzte Streckenbereiche (Sektionen) in Wald und Flur zu durchqueren. Erschwert wird dies durch zahlreiche Hindernisse wie feuchte Baumstämme, kleine Bäche, grobe Felsbrocken und Ähnliches. Anders der City-Trial, der seit einigen Jahren mehr und mehr Anhänger findet. Wie der Name schon sagt, nehmen sich die Biker in Städten Schikanen wie Mauerabsätze, Treppen oder Stromkästen vor.

Für Anfänger
Wer den Trial-Sport einfach mal schnell ausprobieren möchte, fährt für den Anfang am besten mit einem Mountainbike ohne jegliche Federung. Ungeeignet sind vollgefederte, also "Full Suspension"-Bikes. Ein so genanntes "Fully" ist auf Dauer nicht den starken Belastungen durch ständiges Springen und Aufprallen gewachsen. Fortgeschrittene Trial-Biker setzen auf individuell ausgesuchte Komponenten: Zu den wichtigsten Faktoren bei der Kaufentscheidung zählen jeweils ein geringes Gewicht und große Robustheit. Ein gebrauchtes 20 Zoll Trialbike ist für 500 bis 700 Euro zu haben, ein neues Exemplar kostet mindestens 800 Euro.

Typisch für die Trial Bikes
Mountainbike und Trial Bike haben viele Gemeinsamkeiten. Die auffälligsten Unterschiede: ein kleinerer Rahmen, meist kleinere Räder und der meist fehlende Sattel. Typisch für das Trialrad sind dicke 20-Zoll-Reifen - weshalb es viele Laien mit einem BMX-Rad verwechseln. Der Sattel fehlt meistens, weil der Trialer ohne hin ständig im Stehen fährt. Dadurch gewinnt er den für die Sprünge nötigen Bewegungsspielraum. Mit dem hohen, geschwungenen Lenker lässt sich das Fahrrad in langsamen Passagen leichter dirigieren und das Vorderrad besser auf Hindernisse hochziehen. Außerdem fahren viele Trialer "single speed", also mit nur einem einzigen Gang. Die Übersetzung ist relativ gering, entspricht meistens in etwa dem fünftkleinsten Gang eines 18-Gang-Mountainbikes.

Wichtige Merkmale
Die Bremsen sind ein besonders wichtiges Element am Rad: Sie müssen präzise dosierbar sein, punktgenau und absolut griffig zupacken. Direkt unter dem Tretlager befindet sich beim Trialbike ein spezieller Rammschutz. Dank diesem kann man das Fahrrad an dieser Stelle gut auf einem Hindernis aufsetzen, ohne das Kettenblatt zu beschädigen. Die Reifen weisen ein grobes Stollenprofil auf und werden mit geringem Luftdruck von etwa 1,5 bar gefahren. Auf diese Weise erzielt man mehr Auflagefläche und kann den Aufprall bei Sprüngen besser abdämpfen.

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